Lissabon ist einfach in aller Munde. Künstler verlagern ihre Ateliers hierher, Studenten beschließen dort zu studieren, die Expat-Community wächst und wächst und bei vielen steht die Hauptstadt Portugals für einen Wochenendtrip auf der Bucketlist. Genau für ein solches Weekend-Getaway kommen hier meine Highlights und Tipps!
Bunte Fliesen, enge Gassen, cremige Pastéis de Nata und natürlich ganz viel Saudade – Portugal ist ein Land, das man nicht einfach nur bereist, sondern fühlt. Besonders in Lissabon zeigt sich dieses Lebensgefühl an jeder Ecke: in den hügeligen Straßen von Alfama, auf sonnigen Aussichtspunkten über den roten Dächern der Stadt, beim ersten Bica am Morgen oder beim Abendessen, wenn der Duft von gegrilltem Fisch durch die Gassen zieht.
Zwischen nostalgischen Straßenbahnen, pastellfarbenen Fassaden und dem Blick auf den Tejo entfaltet Lissabon seinen ganz eigenen Rhythmus: lebendig oder melancholisch, aber immer mit vollem Genuss. Lissabon ist eine Stadt zum Treibenlassen. Zum Entdecken kleiner Cafés, versteckter Innenhöfe und besonderer Restaurants. Zum Genießen, Staunen und Wiederkommen.
Castro Atelier de Pastéis de Nata
Sind wir mal ehrlich: Wer sich bei einem Trip nach Lissabon nicht mindestens einmal den Bauch mit Pastéis de Nata vollschlägt, hat Lissabon nicht wirklich besucht.
Die kleinen Blätterteigtörtchen mit ihrer sündigen Puddingfüllung gehören zu Portugal wie der Fado und die gelben Trams. Außen knusprig, innen herrlich cremig und am besten noch leicht warm.
Die besten habe ich im Castro Atelier de Pastéis de Nata probiert. Frisch vor den Augen der Gäste gebacken, mit perfekt karamellisierter Oberfläche und genau der richtigen Balance zwischen knusprigem Teig, Süße und cremiger Füllung.
Mein Tipp: Mit etwas Zimt oder Puderzucker bestäuben – so werden sie in Portugal besonders gerne gegessen.
Corinthia Lisabon
Wer Lissabon mit einem Hauch Grandezza erleben möchte, findet im Corinthia Lisbon den passenden Rückzugsort. Etwas abseits vom Trubel der Altstadt gelegen, empfängt das Fünf-Sterne-Hotel seine Gäste mit einer Mischung aus internationaler Eleganz, portugiesischer Gastfreundschaft und wohltuender Ruhe.
Das Haus versteht sich als urbane Oase der Stadt: großzügig, stilvoll und inspiriert vom besonderen Lebensgefühl Lissabons. Von hier aus eröffnet sich der Blick auf das beeindruckende Águas-Livres-Aquädukt, während viele kulturelle Highlights, kulinarische Adressen und spannende Viertel der Stadt gut erreichbar bleiben.
Wer nach einem aufregenden Tag zwischen Aussichtspunkten, verwinkelten Gassen und Genussmomenten zurückkehrt, kann im Corinthia Lisbon entspannen und durchatmen.
Skizzo
Manchmal betritt man ein Restaurant und merkt sofort: Hier stimmt einfach alles. Genau dieses Gefühl hatte ich im Skizzo. Ein Ort für lange Abende, gute Gespräche und genau die Art von Genuss, wegen der man Lissabon so schnell ins Herz schließt.
Erst seit rund einem Jahr geöffnet, hat sich das Skizzo bereits zu einem der angesagtesten Restaurants der Stadt entwickelt – modern, stylish und herrlich entspannt. Das Interior verbindet warme Naturtöne, elegantes Design und eine lässige Atmosphäre, in der man am liebsten den ganzen Abend verbringen möchte.
Kulinarisch trifft mediterrane Leichtigkeit auf Feuer, Holzofen und Sharing-Style: saisonale Gerichte, spannende Weine und feine Drinks. Probiert hab ich das »Flatbread Cacio e pepe«, die roten Paprika mit Chimichurri und Anchovis und Jakobsmuscheln mit einer Vin Jaune, die man am besten bis zum letzten Tropfen mit Brot auftunkt.
Ponto Final
Wer zum Sundowner oder am Abend ins Ponto Final gehen will, sollte einige Wochen im voraus reservieren. Mittags oder tagsüber ist es hier aber genauso schön! Das Ponto Final liegt direkt am Tejo-Ufer in Almada unterhalb der Cristo Rei Statue – mit einem der schönsten Views auf die Skyline von Lissabon und die Ponte 25 de Abril.
Schon die Anreise mit der Fähre von Cais do Sodré gehört für mich zum Erlebnis. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Uferpromenade erreicht Ihr das Restaurant mit den ikonischen gelben Tischen direkt am Wasser.
Nachdem das Ponto Final ein wahrer Insta-Hot-Spot geworden ist, ist hier immer viel los. Das merkt man leider auch hier und da dem Service an. Mit einem Glas eisgekühlten Weißwein in der Hand und Sonnenbrille auf der Nase, genießt man aber einfach die Sonne während der Wartezeiten.
Canalha
Das Canalha ist genau die Art Restaurant, die Lissabon kulinarisch so spannend macht: unkompliziert, lebendig und trotzdem mit klarer Handschrift.
In der Küche rund um Chef João Rodrigues entstehen Gerichte, die tief in der portugiesischen Küche verwurzelt sind, aber mit iberischer Leichtigkeit serviert werden. Frische Produkte, eine lässige Atmosphäre und der Blick auf das, was gerade in der Auslage liegt, bestimmen hier den Abend.
Gerade wenn man glaubt, Lissabon langsam zu kennen, wartet hinter der nächsten Ecke schon wieder ein neuer Lieblingsort. Ein Aussichtspunkt, eine kleine Gasse oder ein Moment, der ganz unerwartet hängen bleibt.
Für einen letzten Blick über die Stadt lohnt sich ein Besuch des Panteão Nacional. Schon das imposante Gebäude ist sehenswert, doch vor allem die Terrasse begeistert mit einem wunderschönen Panorama über die Dächer Lissabons, den Tejo und bis hinüber nach Almada zur Cristo-Rei-Statue.
Wer noch tiefer in die portugiesische Kultur eintauchen möchte, sollte außerdem das Museu do Fado besuchen. Hier lässt sich erahnen, was hinter dem portugiesischen Begriff »Saudade« steckt – diesem schwer zu beschreibenden Gefühl aus Sehnsucht, Melancholie und tiefer Verbundenheit, das den Fado und vielleicht sogar ein wenig die ganze Stadt prägt.
Und natürlich darf auch eine Fahrt mit der berühmten Tram durch Lissabons enge, steile Gassen nicht fehlen. Ein bisschen Touri-Style? Vielleicht. Aber trotzdem eine der charmantesten Arten, sich noch einmal durch die Stadt treiben zu lassen.











